Hauptmenu
Home
Unser Verein
Galerie
Ausbildung
Mitfluggelegenheit
UL-Projekt
Kontakt
Downloads
Unterhaltung
Impressum
Mitglieder Login





Passwort vergessen?
Ausbildungsinfo PDF Drucken E-Mail
Beitragsinhalt
Ausbildungsinfo
Theorie
Ultraleichtsegelflug

Die Segelflugschulung


Um den Segelflugschein, den sog. PPL C (Private Pilot Licence C), zu machen, musst du keine besonderen Vorraussetzungen erfüllen. Fliegen kann praktisch jeder! Wenn Dich nach Deinem Schnupperflug das Fieber gepackt hat, dann kannst du praktisch sofort mit der Ausbildung beginnen. Einzige Voraussetzung ist ein vorheriger Besuch beim Fliegerartzt, der Dir Deine Flugtauglichkeit  bescheinigt.

Winde Geflogen wird jedes Wochenende, Samstag und Sonntag, sofern denn das Wetter mitspielt.

Die Ausbildung beginnst Du auf unserem Schulungsdoppelsitzer ASK13, bei dem der Fluglehrer hinter dem Schüler sitzt und erstmal die Grundlagen des Fliegens erklärt.

Im ersten Ausbildungsabschnitt übst Du vor allem Starts und Landungen, sowohl an der Seilwinde, wie auch mit Hilfe unseres Schleppflugzeuges FK9.

Beim Windenstart wird ein etwa 800m langes Stahlseil auf der Startbahn ausgezogen, das am Segelflugzeug in einer speziellen Schleppkupplung eingeklinkt wird. Eine kraftvolle Seilwinde zieht das Seil anschließend wieder ein, sodass das Segelflugzeug schnell an Fahrt gewinnt und abheben kann. Auf diese Weise wird der Segler mit einer Geschwindigkeit von etwa 100km/h im steilen Steigflug auf ca. 300m hochgezogen. Ist der höchste Punkt des Windenstarts erreicht, klinkt das Seil automatisch aus und der Gleitflug kann beginnen.

F-Schlepp Beim F-Schlepp (Flugzeugschlepp) wird das Segelflugzeug mit Hilfe einer Motormaschine in eine beliebige Höhe geschleppt. Motor- und Segelflugzeug sind durch ein etwa 60m langes Seil miteinander  verbunden. Der Segelflugpilot entscheidet selbst, wann er das Seil ausklinken will. Anschließend landet die Motormaschine mit Seil, während der Segelflugpilot sich auf Thermiksuche begibt oder einfach nur seine Höhe abgleitet.

Der erste Ausbildungsabschnitt endet, sobald Du Dich freigeflogen hast! Das bedeutet, dass Du auch schon als Flugschüler alleine fliegen darfst, sobald der Fluglehrer den Eindruck hat, dass Du Start und Landung sicher durchführst und das Flugzeug in allen Situationen beherrschst. In der Regel bist Du nach 60-80 Starts soweit.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt werden dann bestimmte Flugfiguren, sowie das Fliegen in der Thermik geübt. Da ein Segelflugzeug bald wieder landen muss, wenn es keine Thermik, also aufsteigende Luftmassen, findet, ist es besonders wichtig zu lernen, wie man die oft engen Aufwindfelder richtig für den Höhengewinn nutzt.

Thermik entsteht zum Beispiel, wenn der Wind Luftmassen gegen ein Hindernis, zB einen Hang, bläst und die Luft dort zum Aufsteigen gezwungen wird. Fliegt man als Segelflieger in solchen Hangaufwinden, gewinnt man solange an Höhe, bis der Einfluss des Hanges nicht mehr ausreicht, um die Luftströmung nach oben abzulenken.

Eine andere Art der Thermik ist die Wolkenthermik. Wenn sich die bodennahe, feuchte Luft am Vormittag durch die Sonne aufwärmt, wird sie zum Aufsteigen bewegt. Während die warme Luft aufsteigt, kühlt sie sich ab und nimmt allmählich die Temperatur der Umgebungsluft an, sodass das "Luftpaket" nichtmehr weiter steigt.

Sichtbar werden solche Aufwinde, wenn die aufsteigende Luft sich soweit abkühlt, dass der Taupunkt unterschritten wird und die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Auf diese Weise entstehen dann die knuffigen Schäfchenwolken, oder Quellwolken, die von den Meteorologen Cumuluswolken genannt werden.

Diese Quellwolken werden von den Segelfliegern gezielt angeflogen, weil sich unter ihnen meist gute "Aufwindbärte" befinden. Es wird dann solange in der Thermik gekreist, bis man genug Höhe "nachgetankt" hat, um die nächste Wolke anzufliegen. Auf diese Weise lassen sich mit Segelflugzeugen Strecken von mehreren Hundert Kilometern am Stück zurücklegen.

Der Streckenflug ist dann auch ein Schwerpunkt des dritten Ausbildungsabschnittes. Um zur praktischen Prüfung zugelassen zu werden musst du während Deiner Ausbildung eine Distanz von mindestens 50km im Segelflug zurücklegen. Den Heimatflugplatz hinter sich zu lassen und in noch unbekannte Gegenden zu fliegen ist wohl das spannendste an der Segelfliegerei. Schnell packt einen der Ehrgeiz immer weitere Strecken zu bewältigen und immer längere Flüge in Angriff zu nehmen.



Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 9. März 2005 )
 
News
Top
© 2012 SFG Bad Kissingen
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.