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Hier gibt es eine Zusammenfassung von 2003 mit dem Highlight Belastungstest.
Die aus Gips über dem eingebauten Motor modellierte Cowling wurde in ein GFK-Negativ übertragen.
Der Trageflächenbeschlag am Hauptspant wurde zur Korrektur der
Schwerpunktlage um 54mm nach vorne versetzt. Das hatte weitreichende
Folgen: Da der Rumpf nach vorne breiter wird, mussten neue Beschläge
für die Tragflächenbefestigung im Rumpf angefertigt werden. Die
Tragflächenstreben mussten neu eingepasst werden. Die Einmündung der
Querkraftstrebe in den Rumpf musste ebenfalls vorverlegt werden. Da sie
nun nicht mehr mit dem Spant korrespondiert, mussten zusätzliche
Verstärkungen eingebaut werden um die Kräfte aufzunehmen. Natürlich
passte auch der Antrieb von Landeklappen und Querruder nicht mehr und
mussten geändert werden.
Wir haben inzwischen 2 Sitze aus Schaumstoff angefertigt, die
superleicht und ziemlich bequem sind. Nachdem wir den Rahmen für die
Kabinenhaube zunächst laut Zeichnung angefertigt hatten, wissen wir
jetzt auch, warum auf den Bildern vom Prototyp der Konstukteur mit nach
vorne geneigten Kopf aus dem Fenster schaut: Es ist für Piloten über
1,70m einfach nicht genug Platz zum aufrecht sitzen. Macht ˜ 9cm in der
Höhe aus. Das kommt zum Teil auch daher, dass die Haube durch den
veränderten Flügelanschluss auch 54mm früher endet und nicht hinter den
Köpfen nach unten gezogen werden kann. Außerdem wird jetzt ein neuer
rückseitiger Rahmen für die Haube fällig, weil er durch den
vorverlegten Flügeschbeschlag nicht mehr auf den Hauptspanten
aufgesetzt wird, sondern bis zum Cockpitrand runtergezogen werden muß,
wir haben einen halbwegs massiven Überrollbügel aus 2mm Kiefernleisten
laminiert.
Nach diesen Vorgaben wurde aus Gips eine Positivform für die
einteilige Cockpithaube modelliert und geschliffen + gespachtelt +
geschliffen... bis sie endlich die gewünschte Oberflächengüte hatte.
Die Mühe hat sich gelohnt: Die inzwischen gezogenen Hauben sind optisch
einwandfrei.
Nachdem wir im Januar 2003 ein verheerendes Hochwasser hatten (2,20m
hoch im Hanger; siehe unter Bilder/Hochwasser) und verschiedenes
Equipment und auch teilweise unsere UL im Wasser waren, wurde unsere
Arbeitslraft doch ziemlich absorbiert. Trotzdem haben wir unser
selbstgestelltes Ziel erreicht: Belastungsprobe noch in 2003. Nach
Terminabsprache mit unseren Baubetreuer von der OUV Hernn Friedel und
entsprechender Vorarbeit (Säcke vom benachbarten Tennisclub mit rotem
Ziegelsand holen und alle Säcke wiegen) waren am Samstag, dem 20.
September um 9:30 Uhr alle versammelt: Unser Prüfer vom DAEC, 2 andere
P130 Erbauer und fast unser gesamter Verein. Es war teuflisch kalt,
aber wir merkten es nicht vor lauter Anspannung, hatten wir doch tags
zuvor die Sandsäcke geschleppt und konnten uns nicht vorstellen, dass
unsere arme P130 diese Last tragen würde. Zuerst der Drop-Test: Aus
31,5cm Höhe ließen wir das überladenen Flugzeug auf die Räder knallen.
Ergebnis: die 20cm dicken Alu-Fahrwerksstreben federten doch stärker
ein als erwartet und haben die zu eng anliegende Rumpfbeplankung etwas
eingerissen. Nach Überprüfung weiter: Flügel demontieren, Rumpf mit dem
Rücken nach unten aufs Belastungsgerüst und die Flügel wieder angebaut.
Nun genau nach Plan von Herrn Friedel wird Sack um Sack, jeder über
30kg, auf die Flächen verteilt. Bei 2x 400kg probeweises Absetzen der
unterstützenden Wagengeber: Alles im Grünen Bereich, also weiter
beladen bis 660kg auf jedem Flügel liegen. Erneutes gaaanz vorsichtiges
absetzten der Wagenheber. Ein hässliches Knirschen, aber die Flügen
halten. Das knirschen kann daher, dass die Passung zwischen Flügel und
Rumpf viel zu klein war. 5mm sollte man hier Luft lassen. Wir konnten
uns einfach nicht vorstellen, wie sich der Flügel unter dieser Last
verhält. Zum Schluss noch Belastungsprobe der Landeklappen, Querruder,
Höhenflosse und Höhenruder sowie des Seitenruders. Der obere
Anlenkpunkt des Seitenruders erwies sich als viel zu weich und reißt im
Holz aus. Schnell eine Verstärkung aus Alu gefertigt und eingebaut,
jetzt ist alles OK. Aufräumen und ab zur Weihnachtsfeier der Vereins,
natürlich mit Herrn Friedel. Klasse Stimmung, die Anspannung fällt bei
den ersten Bieren langsam ab und wir lassen den tag in vielen
Gesprächen noch mal Revue passieren. Die Bilder dazu gibt es hier. |